Videoworkshop in Westerburg vor großer Kulisse
Der Filmclub Westerwald hatte am Samstag, den 2.Oktober 2010 zu seinem „2.Präsentationsworkshop für den kreativen
Videofilmer“ in die Westerburger Stadthalle eingeladen. Über 70 Hobbyfilmer waren der Einladung gefolgt und sie haben
ihr Kommen - trotz manchmal stundenlanger Anreise – ganz bestimmt nicht bereut.
Wie schon im vergangenen Jahr, so konnte auch diesmal Uli T.Radermacher vom BDFA (Bundesverband Deutscher Film-Autoren)
Referat Öffentlichkeitsarbeit als Referent gewonnen werden. Als Co-Referenten stellten sich Klaus Krafft (Referat <Film-
und Dokumentenarchiv im BDFA>) sowie Christoph Windus (Highland Musikarchiv) zur Verfügung.
Schwerpunktthemen der Veranstaltung waren Filmgestaltung, Gemafreie Musik in Filmen, Filmen in 16 : 9,
Filmthemen im Urlaub sowie ein Rückblick auf Neues von der eben zu Ende gegangenen Photokina in Köln.
Zur Einstimmung wurde der in achtjähriger Arbeit entstandene, durch einzigartige, beeindruckende Bilder faszinierende
Film <Die Gottesanbeterin> des Landesvorsitzenden Rheinland-Pfalz im BDFA Josef Zauner aus Herxheim, der wegen
einer plötzlichen Erkrankung nicht anwesend sein konnte, vorgeführt und besprochen.
Im Anschluss gab Radermacher Tipps zum Filmen im Breitwandformat 16:9 und machte klar, dass beim Breitwand-Videofilmen
viel mehr zu beachten ist, als nur auf den Auslöser zu drücken. Er machte auf die vielen Möglichkeit der Bildgestaltung
aufmerksam, die bisher mehr von den Digitalfotografen genutzt werden.
Christoph Windus gab in seinem kurzen Referat wertvolle Hinweise, wie der heutige Videofilmer - ohne die ständige Angst
vor der GEMA – seine Filme mit der passenden Musik unterlegen könne. Die sich daran anschließende längere Diskussion
bewies die Brisanz und die ständige Aktualität dieses Themas.
Klaus Krafft berichtete in seinem Vortrag über Neuigkeiten der eben zu Ende gegangenen Photokina in Köln.
Auch wenn sich viele der Anwesenden nicht mit dem Gedanken tragen, neue Kameras mit AVCHD oder für 3D zu erstehen,
wurde der Bericht mit Interesse verfolgt.
Der ursprüngliche Zeitplan war schon längst gesprengt, ein Beweis für die packenden Vorträge der Referenten und die
Wissbegierde der Zuhörer, als Uli T.Radermacher noch an Hand seines faszinierenden, 45-minütigen Dokumentarfilmes
< Das Gold des Teufels> Tipps und Tricks aufzeigte, um einen Film dieser Länge ohne Qualitäts- und Aussageverluste
zu kürzen.
Mit lang anhaltendem Beifall dankten die bis zum Schluss ausharrenden Videofilmer den Referenten für ihre interessanten,
spannenden und sehr lehrreichen Vorträge.



